„Earthlings“: Tierrechtsdoku in eindrucksvollen Bildern

Ganze sieben Jahre brauchte Regisseur Shaun Monson für die Produktion von „Earthlings“ (Erdbewohner). Seit 2005 zeigen nun eindringliche Bilder aus Welpenfabriken, Schlachthäusern oder Zirkussen, wie sehr der Mensch Tiere zu seinem Vorteil missbraucht. Tierschutzorganisationen bezeichnen den Film als die Tierrechtsdoku schlechthin.

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„Die drei Phasen der Wahrheit: Spott, vehementer Widerstand, Akzeptanz“- so beginnen 90 Minuten, in denen schockierende Bilder, aufgenommen mit versteckten Kameras, nach und nach die tiefen Abgründe von Tierquälerei durch menschliche Erdbewohner aufzeigen.

Leben und Leiden der „Earthlings“ in mehreren Kapiteln

In mehreren Kapiteln wirft Shaun Monson einen Blick in Animal shelters, Lebendtiergeschäfte, Massentierhaltungen, Welpenfabriken, Tierversuchslabore und die Leder- und Pelzindustrie. Dokumentiert werden die Bilder von dem Schauspieler Joaquȋn Phoenix, bekannt aus „Walk the line“ und bekennender Vegetarier.

Hinschauen statt Wegschauen

Dort, wo andere wegschauen, gewährt „Earthlings“ schonungslose Einblicke. So zoomt die Kamera beispielsweise auf die leblosen Augen eines toten Hundes, bis der Bildschirm ausgefüllt ist. All diese Bilder sollen nicht nur zur Mediathek von überzeugten Veganern und eingeschworenen Vegetariern gehören. Menschen sollen durch den Film über ihre Ethik ins Grübeln kommen und miteinander diskutieren.„Von allen Filmen, die ich bisher gemacht habe, […] ist dieser derjenige, über den am meisten gesprochen wird“, sagt Schauspieler Joaquȋn Phoenix dazu auf englisch.

Kostenloser Stream für den Dokumentarfilm

Damit möglichst viele Menschen anfangen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, bieten zahlreiche Internetseiten den Film zum kostenlosen Sehen an. Unter Veg-TV oder der Seite der Albert-Schweitzer-Stiftung wurde ein Videostream eingerichtet und im PETA Store ist der Dokumentarfilm auf DVD erhältlich.