Naschkram – jetzt auch vegetarisch lecker

Bislang hatten es Vegetarier und Veganer nicht leicht, den Heißhunger nach Süßem zu stillen. Zu gering war das Angebot. Da inzwischen aber auch viele Nicht-Vegetarier Gefallen daran finden, zumindest Produkte ohne tierische Zusatzstoffe als Alternative zu nutzen, steigt die Nachfrage. Die Hersteller haben das erkannt und reagieren mit entsprechenden Produkten.Süßigkeiten gibt es auch für Vegetarier.

Längst sind Vegetarier in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Laut Angaben des Instituts für Demoskopie Allensbach lebten 2013 etwa sieben Millionen Vegetarier in Deutschland. Das sind ungefähr sieben bis acht Prozent der Gesamtbevölkerung. Im Grunde keine Überraschung, dass da auch die Süßwarenhersteller umdenken müssen.

Im Trend: die vegetarische Ernährung

Gemeinsam mit dem Vebu (Vegetarierbund Deutschland) beauftragte der Hersteller Katjes 2013 eine Umfrage. Das Ergebnis: Drei Viertel der Deutschen bevorzugen gelatinefreie Waren. Allerdings geben gut 60 Prozent an, Probleme dabei zu haben, die entsprechenden Produkte im Süßwarenregal zu finden.
Katjes erkannte den Trend schon vorher, denn der Konzern begann bereits 2010 damit, seine vegetarischen Produkte deutlich zu kennzeichnen. An der Rezeptur hatte sich zwar nichts geändert, man wolle es dem Kunden aber erleichtern, das besagte Produkte ausfindig zu machen. Seither hat Katjes seine Produktpalette gelatinefreier Süßwaren kontinuierlich aufgestockt.
Ein Beispiel sind die erst kürzlich auf dem Markt erhältlichen „Grün-Ohr-Bärchen“.
In dem Zusammenhang fragen sich nicht wenige: Ist Katjes vegan oder vegetarisch? Da anstelle der Gelatine in der Regel Magermilchpulver und Bienenwachs verwendet werden, um den Fruchtgummis den typischen Halt zu geben sind Katjes Produkte häufig nicht vegan. Eine Ausnahme sind die Gelee Früchte und einige Bonbon Werke von Katjes, dies allerdings ohne Gewähr.
Seitens des Unternehmens heißt es dazu: „Wir lassen nicht explizit für alle Rohstoffe prüfen ob diese vegan sind. Wir werden dies auch in Zukunft nicht tun, da wir die Produkte auch nicht damit bewerben sie wären vegan.“

Produkte erkennen

Die „Grün-Ohr“-Linie begründet eine vegetarische Produktlinie. Neben den neuen Bärchen gibt es schon länger die Hasen. Da nicht immer ist es so leicht, zu erkennen, ob ein Produkt vegan oder vegetarisch. Hier kann die Recherche im Internet helfen. Denn die inzwischen großen Community bietet die entsprechenden Informationen. Ein Beispiel etwa hier: im Frozen Tear-Blog heißt es „Be Veggie: das Beste von Katjes“.

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