Tiere essen – Das kontroverse Buch erscheint auf Deutsch

Jonathan Safran Foer ist ein bekannter Bestseller-Autor, und jetzt ist sein neuestes Werk auch in deutscher Sprache erschienen. Der Name des Buches ist Programm: Tiere essen ist ein Sachbuch über die aktuelle Lage der weltweiten Massentierhaltung, und deren Konsequenzen.

Nach diversen Bestseller Titeln, unter ihnen die zwei erfolgreichen Romane „Alles ist erleuchtet“ und „Extrem laut und unglaublich nah“, hat Jonathan Safran Foer ein Sachbuch über das Fleischessen zu Papier gebracht. In Tiere essen geht es um die neutrale Bestandsaufnahme der aktuellen Situation in den Mastbetrieben auf der ganzen Welt. Safran Foer sieht sich nicht als persuasiver Messias, sondern legt nur die blutigen Karten auf den Tisch.

stop eating animals©Flickr

Tiere essen – Kontroverse Kampfansage von Jonathan Safran

In Deutschland leben gerade mal 1.3 Millionen Vegetarier, doch wenn man Safrans Argumentation Glauben schenkt, werden es bald bedeutend mehr werden. Seit dem Wirtschaftswunder galt übermässiger Fleischkonsum als chic – Ein Ausdruck von Prosperität und Wohlstand. Doch die Zeiten ändern sich, und in den letzten Jahrzehnten ist der Fleischkonsum pro Kopf um 12 Kilogramm im Jahr gesunken.

Diese Entwicklung wird sich nach Safran Foers Prognose weiter vollziehen. Seine Vergleiche zur Emanzipation von Frauen und Schwulen sind vielleicht sehr weit hergeholt, doch prinzipiell ist ein gesellschaftlicher Trend in Richtung Vegetarismus erkennbar.

Wie lange essen wir noch Tiere?

Wenn es nach Jonathan Safran Foers Ethik geht, muss bald die gesamte Weltbevölkerung vegetarisch leben. Die Ursachen hierfür sind bekannt: Die Massentierhaltung verschlingt Rohstoffe, Nahrung und Wasser, eben alles, was andere Menschen dringend zum Leben benötigen. Und damit nicht genug, denn die CO2 Emission durch den Dung der Tiere stellt eine erhebliche Belastung dar.

Safran Foer hält Fleischessern einen unbequemen Spiegel vor, denn im Grunde weiss jeder Carnivore, dass wegen seiner Ernährung Millionen Tiere leiden müssen. Der Autor gibt schlussendlich zu, das er Sushi, Brathähnchen und Steak lieben würde. Nur für ihn hätte die Liebe ihre Grenzen.